GlobalSign Blog

04 Jan 2016

Vom Cookie zum Kunden

Wenn Sie Online-Nutzer für sich gewinnen und in zahlende Kunden umwandeln, haben Sie Erfolg in der digitalen Welt. Mit einer einfachen Google-Abfrage können wir sehen, dass die Warenkorbabbrüche weltweit bei 70% liegen. Die Gründe können je nach Website unterschiedlich sein. Aber in den meisten Fällen ist es der Anmeldevorgang, der dazu führt, dass Ihre Besucher die Waren im Warenkorb lassen und woanders einkaufen.

Der Online-Handel hat sich über die Jahre nicht wirklich weiterentwickelt. Seit Amazons Ein-Klick-Patent ist bei Online-Shops nichts Innovatives passiert. Ja, die Auswahl an Waren ist gewachsen, und man findet alles online, von A wie Angelzubehör bis Z wie Zimmerpflanzen. Und wenn Sie wollen, können Sie alle Ihre Einkäufe online erledigen, sogar Lebensmittel. Um einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen, müssen Sie darauf hinarbeiten, dass die Prozentzahlen sich umkehren, d.h. dass 70% der Besucher ihre Einkäufe abschließen.

Heutzutage geben Online-Sites ihr Bestes, um Profile von Besuchern aufgrund ihrer Browsercookies zu erstellen. Wenn der Besucher gewohnheitsmäßig seinen Browserverlauf löscht, ist es schwer aussagekräftige Profile zu erstellen. Ihr Ziel sollte es sein, Besucher in reale Käufer umzuwandeln.

Identity & Access Management (IAM) kann beim diesem Ziel helfen. Durch den Einsatz eines Identitätsanbieters mit mehreren Authentifizierungsmethoden können Besucher ihre bevorzugte Anmeldemethode wählen. Anstatt von Ihren Besuchern zu verlangen, ein weiteres Passwort zu erstellen, dass sie nur schnell wieder vergessen, können Sie ihnen die Möglichkeit geben, eine vorhandene Identität, wie Facebook, Google, LinkedIn, Office365 / Microsoft Live, usw. zu nutzen. Sie können bisherigen Nutzern auch erlauben, diese externen Methoden mit ihren Kontoinformationen zu verknüpfen, um die Anzahl der Stammkunden zu erhöhen.

Zudem benötigt die Website in der Regel Versanddaten und andere Informationen, die nicht mit der Authentifizierung selbst verknüpft sind. Hier kann eine IAM-Lösung ebenfalls helfen.  Weitere Informationen über den Benutzer können beim Authentifizierungsanbieter angefordert werden. Ein Beispiel ist Mobile Connect. Betreiber von Mobilfunknetzen auf der ganzen Welt setzen inzwischen Mobile Connect ein. In den meisten Fällen kennt der Betreiber des Mobilfunknetzes die Adresse eines Abonnenten. Diese Schnittstellen können dazu verwendet werden, weitere Informationen über den Nutzer, wie z.B. seine Adressdaten, natürlich mit dem Einverständnis des Nutzers, abzufragen.

Das möglichst frühe Erfassen der Identität von Benutzern beim Betreten der Website hilft Online-Commerce Websites dabei, aufgrund der vorangegangenen Einkaufsstatistik bessere Profile ihrer Besucher und passende Angebote oder Aktionen zu erstellen. Sich auf Cookies alleine zu verlassen kann zu Problemen führen, da das Cookie möglicherweise nicht die Erlaubnis des Benutzers hat - wie in dem Gerichtsverfahren gegen Facebook in Belgien geschehen. Die Commerce-Website-Benutzer haben mehrere soziale oder "einfache" Identitäten, nicht nur Facebook. Durch die Unterstützung möglichst vieler Identitäten und in Kombination mit Cookie-Richtlinien, denen die Benutzer zugestimmt haben, wird das Erfassen der Kundenidentität einfach und unkompliziert. Stammkunden haben eine bessere Benutzererfahrungen, da sie etwas nutzen können, das sie bereits besitzen. Registrierungen werden einfacher, die Abbruchrate sinkt und Ihr Geschäft wächst.

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