GlobalSign Blog

13 Feb 2018

So prüfen Sie, ob Ihr VPN Ihre IP-Adresse leakt

VPNs (Virtual Private Networks) sind großartig für die Sicherheit, aber einer der Hauptgründe, warum viele Leute ein VPN verwenden, ist die Maskierung oder Änderung ihrer IP-Adresse. Demnach ist einer der wesentlichen Beweggründe für die Nutzung eines VPN, die echte IP-Adresse zu verbergen. Darüber hinaus werden alle Ihre Web-Bewegungen bei Verwendung eines VPN verschlüsselt und an einen VPN-Server gesendet. Diese Server, die alle Daten auf der Serverseite verarbeiten und von Ihrem VPN-Anbieter betrieben werden, sind verschlüsselt.

Dies bedeutet, dass Außenstehende nur die IP-Adresse des VPN-Servers und nicht Ihre echte IP-Adresse sehen können. VPN-Anbieter ergreifen strenge Maßnahmen, um Benutzer-IPs zu schützen, wie z. B. durch Verwendung von Shared IPs und der Verzicht auf Logs. Es besteht jedoch immer noch die Möglichkeit, dass Ihre IP-Adresse bei der Verwendung eines VPN ermittelt werden kann. Lesen Sie weiter, um herauszufinden, ob Ihr VPN Ihre IP-Adresse leakt und was Sie dagegen tun können.

Was ist ein IP Leak?

Ein IP Leak ist das Verraten der echten IP-Adresse eines Benutzers, während er mit einem VPN-Dienst verbunden ist. Es kann in einer Situation auftreten, in der der Computer eines Benutzers unwissentlich auf Standardserver zugreift und nicht auf die vom Netzwerk, wie VPN, zugewiesenen anonymen VPN-Server. Hier ist ein einfaches Beispiel, um IP Leaks zu verstehen, wenn Sie ein VPN verwenden:

Angenommen, Sie möchten auf Inhalte zugreifen, die in Ihrem Heimatland nicht zugänglich sind (d.h. geografisch eingeschränkt sind). Wenn Sie sich bei Ihrem VPN-Konto anmelden, können Sie normalerweise zwischen Servern in verschiedenen Ländern wählen. Das VPN "gibt vor", dass Sie sich tatsächlich in der ausgewählten Region befinden. In der Regel reicht das aus, um Sie davon zu überzeugen, dass Sie sich jetzt quasi in einem unterstützten Land befinden - so weit, so gut!

Wenn Sie jedoch auf diese Inhalte zugreifen und immer noch diesen geografischen Einschränkungen begegnen, bedeutet dies, dass der Service, auf den Sie von einem eingeschränkten Land aus zugreifen möchten, tatsächlich Ihre ursprüngliche IP-Adresse und nicht die IP vom VPN-Server verfolgt. Dies bedeutet, dass Ihr VPN Ihre ursprüngliche IP leakt.

Die meisten Arten von IP Leaks können alle Netzwerkprotokolle auf Ihren Smartphones gelegentlich befallen. Aber die besten VPN-Anbieter haben Abhilfen in ihre Software eingebaut, um die Wahrscheinlichkeit eines IP Leaks zu minimieren. Ihr VPN-Dienstanbieter trägt normalerweise keine Schuld an IP Leaks. Sie werden oft durch Schwachstellen in bestehenden Technologien wie Browser-Plugins (Flash), Browser-Software und Betriebssystemen auf unseren Smartphones verursacht.

In ähnlicher Weise können einige DNS Leaks dem DNS Server Ihre echte IP-Adresse verraten. Wenn Ihr VPN ein "DNS Leak" hat, bedeutet dies, dass Ihre DNS-Anfragen an einen unsicheren DNS-Server gesendet werden (der normalerweise von Ihrem Internet-Provider kontrolliert wird). Einige VPNs verfügen über einen integrierten DNS-Leakschutz, verwenden ihre individuellen DNS-Server und spezielle Technologien, um sicherzustellen, dass Ihre DNS-Anfragen immer sicher innerhalb des verschlüsselten VPN-Tunnels weitergeleitet werden.

Einige ISPs verwenden eine Technologie namens "transparenter DNS-Proxy". Mit dieser Technologie können sie alle DNS-Anfragen abfangen, die sich über ihre Server bewegen. Wenn Sie einen anderen DNS-Server auf Ihrem Heim-PC oder -Router angeben, ist es möglich, dass diese Anfragen trotzdem abgefangen werden können. Wenn Sie Ihre DNS-Einstellungen geändert haben, um einen "offenen" DNS-Dienst wie Google oder OpenDNS zu nutzen, und dadurch erwarten, dass Ihr DNS-Verkehr nicht mehr an den DNS-Server Ihres Internetanbieters gesendet wird, könnten Sie überrascht sein, dass er transparentes DNS-Proxying verwendet.

So überprüfen Sie, ob Ihr VPN Ihre IP-Adresse leakt

Ihre "echte" IP-Adresse ist diejenige, die Ihnen von Ihrem Internet-Service-Provider zugewiesen wurde und die verwendet werden kann, um Ihren eindeutigen Internet-Zugang spezifisch zu identifizieren. Alle Geräte in Ihrem Heimnetzwerk teilen sich dieselbe IP-Adresse.

Hier sind einige nützliche Schritte, mit denen Sie überprüfen können, ob Ihr VPN einwandfrei funktioniert und nicht Ihre IP-Adresse leakt:

Schritt 1: Überprüfen Sie Ihre IP-Adresse - Vergewissern Sie sich, dass Ihr VPN NICHT verbunden ist. Wenn Sie sicher sind, dass Ihr VPN nicht verbunden ist, gehen Sie zu Google und geben Sie "Wie ist meine IP-Adresse" ein, um Ihre echte IP-Adresse zu überprüfen.

Schritt 2: Melden Sie sich im VPN an - Loggen Sie sich in Ihr VPN-Konto ein und verbinden Sie sich mit dem Server Ihrer Wahl. Überprüfen Sie zweimal, ob Sie verbunden sind.

Schritt 3: Überprüfen Sie Ihre IP-Adresse erneut - Gehen Sie zu Google und geben Sie erneut "Wie ist meine IP-Adresse" ein, um Ihre neue IP-Adresse zu überprüfen. Sie sollten eine neue Adresse sehen, die Ihrem VPN und dem von Ihnen ausgewählten Land entspricht.

Schritt 4: Führen Sie einen IP Leak Test durch - Mehrere kostenlose Websites ermöglichen es Ihnen, zu überprüfen, ob Ihr VPN Ihre IP leakt. Es gibt ein gutes Tool für IP Leak Tests in Bezug auf den Online-Datenschutz des Benutzers. Es ist einzigartig, weil es eine moderne Web-App ist und eine kostenlose API enthält, die Sie auf Ihren Smartphones verwenden können. Die meisten heute verwendeten IP- oder DNS Leak Tests sind im Allgemeinen nicht handyfreundlich. Aber noch wichtiger ist, dass sie veraltet sind. Die API dieses Tools überprüft beispielsweise, ob DNS über TLS aktiviert ist, was bei den älteren DNS Leak Test-Websites fehlt. Dies mag ein relativ neues Protokoll sein, wird aber ein immer wichtigeres Merkmal werden, da es Ihre DNS-Anfragen verschlüsselt hält. Seine API prüft außerdem, ob DNSSEC aktiviert ist oder ob "Überprüfung deaktiviert" an oder aus ist. DNSSEC stellt Ursprungsautorität, Datenintegrität und authentifizierte Bestätigung der Abwesenheit bereit. Insgesamt liefern diese Ergebnisse ein vollständigeres Bild Ihrer Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen.

Welche anderen Leaks können Ihre IP-Adresse verraten? Und wie können Sie diese beheben?

Es gibt ein weiteres häufiges Leak namens 'Dropped Connection', das auftritt, wenn Ihre Verbindung zum VPN plötzlich abbricht. In diesem Fall wird Ihr gesamter Webverkehr über Ihre normale Internetverbindung (weniger sicher) geleitet. Dies ist das häufigste IP Leak und auch das am einfachsten zu verhindernde.

Die Auswahl eines VPN-Dienstes mit einer Kill-Switch-Funktion ist selbst für Ihre Smartphones die richtige Wahl. Ein Kill-Switch ist ein kritischer Teil Ihrer VPN-Client-Software, der Ihre Netzwerkverbindung kontinuierlich überwacht und sicherstellt, dass Ihre echte IP-Adresse im Falle einer unterbrochenen VPN-Verbindung nicht online verraten wird. Wenn er eine Änderung erkennt, stoppt er sofort alle Internetverbindungen und versucht automatisch, sich wieder mit dem VPN zu verbinden. Ich empfehle, nach dieser Funktion Ausschau zu halten, wenn Sie VPNs vergleichen.

VPNs können hervorragende Tools zum Schutz Ihrer Privatsphäre im Internet sein, aber manchmal können sie untergraben werden. Ich hoffe, dieser Beitrag hat Ihnen die Augen über die Gefahren von IP Leaks und die Notwendigkeit, sie zu überprüfen, geöffnet, um sicherzustellen, dass Ihre Daten sicher bleiben.

Sie möchten mehr Informationen über VPNs? Lesen Sie meinen letzten Post Top 10 VPNs That Take Your Privacy and Security Seriously.

Über den Autor

Anas Baig ist von Beruf Journalist für Internetsicherheit und hat ein tiefgründiges Interesse an Online-Datenschutz, -Sicherheit und IoT. Folgen Sie ihm auf Twitter @anasbaigdm, oder mailen Sie ihm direkt, indem Sie hier klicken.

Hinweis: Dieser Blog Artikel wurde von einem Gastautor geschrieben, um unseren Lesern eine breitere Vielfalt an Inhalten anzubieten. Die in diesem Gastautorenartikel ausgedrückten Meinungen sind nur die des Autors und geben nicht unbedingt die von GlobalSign wieder.

von Anas Baig

Artikel teilen