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02 Mai 2019

Das Passwort ist tot, lang lebe das Passwort? 5 Tipps für mehr Cybersicherheit

1. Verwenden Sie verschiedene Authentifizierungsmethoden

Authentifizierung ist der Vorgang, der eine Identität (unabhängig davon, ob Benutzer, Computer oder Gerät) durch den Vergleich von Anmeldeinformationen mit einer vorhandenen Datenbank autorisierter Identitäten bestätigt, bevor der Zugriff auf ein System oder eine Anwendung erlaubt wird. Statt sich auf zunehmend unsicher werdende Passwörter zu verlassen, verwenden Sie besser mehrere Faktoren für den Authentifizierungsvorgang. Authentifizierungsfaktoren sind etwas, das Sie kennen (z.B. Benutzername/Passwort, Antwort auf eine Sicherheitsfrage), etwas, das Sie besitzen (z.B. digitales Zertifikat, Smartcard, etc.) und etwas, das Sie sind (z.B. Fingerabdruck, Gesichtserkennung).

2. Multi-Faktor-Authentifizierung

Die drei grundlegenden Elemente, die in der MFA verwendet werden, sind:

a) etwas, das der Benutzer kennt, wie ein Passwort oder eine PIN-Nummer;

b) etwas, das der Benutzer besitzt, wie ein mobiles Gerät; und

c) etwas, das der Benutzer selbst ist, wie ein Fingerabdruck, optische Merkmale oder die Stimme.

Das Prinzip der MFA beruht darauf, dass es keinen perfekten Authentifizierungsfaktor als solchen gibt. Jeder Faktor hat Stärken und Schwächen. Beim Konzept der Multi-Faktor-Authentifizierung gleicht ein zweiter oder dritter Faktor die Schwäche des/der anderen Faktors/en aus und umgekehrt. Das Prinzip der MFA besteht also darin, dass jeder Faktor die Schwäche der anderen Faktoren kompensiert.

Authentifizierungsfaktoren sind beispielsweise über „etwas, das der Benutzer kennt“, wie Passwörter und Pins, für Brute-Force- oder Social-Engineering-Angriffe anfällig. Sie können aber einen weiteren Authentifizierungsfaktor ergänzen, wie „etwas, das Sie haben“ oder  „etwas, das Sie sind“, wie einen biometrischen Faktor in Form eines Fingerabdrucks oder der Stimme. Verfügt ein Hacker nicht über alle vom System benötigten Faktoren, kann er nicht auf den betreffenden Account zugreifen.

Neben Verschlüsselung geben viele Compliance-Standards vor, dass Unternehmen MFA in bestimmten Situationen zwingend implementieren müssen. Dies gilt insbesondere, wenn es um den Schutz sensibler Daten wie personenbezogene Daten (PII) oder Finanzdaten geht.

3. Verwenden Sie starke Passwörter und verwenden Sie nur ein Mal.

Viele Hacker verkaufen gestohlene Daten weiter, das ist mittlerweile gängige Praxis. Dazu gehören Daten von Tausenden, wenn nicht Millionen von Nutzern und deren Passwörter. Wenn Sie für jeden Account das gleiche Passwort verwenden, fällt es einem Hacker nicht besonders schwer, Zugang zu allen Ihren Systemen zu erlangen. Ansonsten kann ein Hacker "Brute Force" einsetzen, um Ihr Passwort herauszufinden. Die Methode verfängt allerdings längst nicht mehr so gut, wenn ein Passwort länger ist, verschiedene Zeichenfolgen verwendet und so weiter. Verwenden Sie einen Passwort-Manager, um sicherzustellen, dass Sie Ihre Passwörter nicht vergessen und diese gut geschützt sind.

4. Schulungen

Alle Mitarbeiter sollten in der Verwendung von Passwörtern geschult sein. Dazu gehört u.a.:

  • Sicherstellen, dass Mitarbeiter keine Passwörter notieren (und so einem Diebstahl Vorschub leisten)
  • Sicherstellen, dass Mitarbeiter Passwörter nicht weitergeben, solange eine Kommunikation nicht verschlüsselt abläuft.
  • Starke Passwörter nutzen und einen Passwort-Manager verwenden.
  • Sicherstellen, dass Mitarbeiter nicht dieselben Passwörter für mehrere Anwendungen oder gemeinsam für die private und betriebliche Verwendung benutzen

5. Sichere E-Mail-Kommunikation und Schutz vor Phishing

E-Mail bleibt ein nach wie vor nicht zu unterschätzender Schwachpunkt beim Thema Cybersicherheit. Dabei sind Datenverlust/Datenschutzverletzungen und Phishing-Angriffe zwei der wichtigsten Bedrohungen. Sie sollten nach einer E-Mail-Sicherheitslösung suchen, die Nachrichten bei der Übertragung und im Ruhemodus verschlüsseln kann. Sie sollte den Ursprung der Nachricht verifizieren, sodass ein Mitarbeiter gefälschte E-Mails als solche erkennen und entsprechend handeln kann. Benutzerfreundlichkeit spielt ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Rolle. Zumindest, wenn Sie verhindern wollen, dass Mitarbeiter nach Wegen suchen Sicherheitslösungen zu umgehen. Simulieren Sie Phishing-Angriffe und sensibilisieren Sie Mitarbeiter, gerade auch was Phishing-Angriffe auf Mobilgeräte anbelangt.

Weitere Informationen zum Thema:

https://www.globalsign.com/de-de/blog/so-erstellen-sie-ein-starkes-passwort/

https://www.globalsign.com/de-de/blog/tipps-fuer-mehr-cybersicherheit/

https://www.globalsign.com/de-de/blog/vorteile-authentifizierung-mehrere-faktoren/

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